Die Kunst des Change-Managements – ERP Projekte erfolgreich managen

5 Jun

ERP-Projekte sind keine reinen technischen Projekte. Die Technik ist nur das Rüstzeug. Die Erfolgsfaktoren kommen aus anderen Bereichen.

Andreas Eichhorn, Leiter ServicesERP-Projekte sind vor allem technische Projekte – so könnte man denken. Dass dies nicht so ist, zeigt sich spätestens dann, wenn man es in den Projekten mit Problemen zu tun bekommt, für die es keine ausschließlich technischen Lösungen gibt. Andreas Eichhorn, Leiter der Tectura-Services in Zentraleuropa, erläutert, was Kultur mit Unternehmenssoftware zu tun hat, wo bei einem ERP-Projekt „die Musik spielt“ und warum es besser ist, sich einen unbequemen IT-Partner zu suchen.

„Andreas Eichhorn, Sie kommen aus dem IT-Projektmanagement, haben selbst viele Jahre lang ERP-Einführungen auch auf internationaler Ebene geleitet und verantworten heute Tecturas Services-Sparte in der D/A/CH-Region.

Worauf kommt es Ihrer Ansicht nach bei ERP-Projekten an?

Bei der Implementierung von ERP-Systemen ist es äußerst sinnvoll, eine ordentliche Projektmethodik, detaillierte Ablaufpläne, klare Zielvorgaben etc. zu haben und das auch zu dokumentieren. Das gilt sowohl für die Seite des Dienstleisters, als auch für die Kundenseite. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit, denn ein entscheidender Grund für den Erfolg oder auch Misserfolg eines ERP-Projekts liegt in einem Bereich, der nicht so einfach greifbar und auch nicht einfach messbar ist, wo aber letztendlich die Musik spielt. Damit meine ich alles, was mit Motivationen, Werten, mit der Kultur eines Unternehmens zu tun hat und mit der Frage: Wie bereit ist eine Organisation für die Veränderung für den „Change“?

Und wie kann man diese Frage beantworten?

Indem man die Sichtweise ändert! Bei allen Projekten, die wir gemeinsam mit unseren Kunden angehen, haben wir zwei Perspektiven:

Erstens die „Außenansicht“, also alles, was messbar und dokumentierbar ist, wie die kundenseitige Infrastruktur, die Organisation, Geschäftsprozesse, aber auch die beteiligten Personen mit ihren individuellen Fähigkeiten, ihren Rollen und Verantwortlichkeiten. Das sind alles Aspekte, die gut objektivierbar und dokumentierbar sind und die wir standardmäßig im Tectura Solution Framework, also in unserer hauseigenen Projektmethodik, abbilden.

Welche Aspekte sind denn im Projektmanagement nicht so einfach zu fassen?

Wie sieht die zweite Sichtweise aus?

Da kommt das ins Spiel, was ich die „Innenansicht“ nennen möchte. Man konzentriert sich zwar gerne auf die äußeren Faktoren, weil sie einfacher handhabbar sind, aber dabei kommt all das zu kurz, was in den Köpfen der Beteiligten stattfindet. Da hat man es zum Beispiel mit Motivationen und Werten zu tun, mit der Kultur eines Unternehmens, den ungeschriebenen Gesetzen, mit der Kommunikation untereinander oder den unausgesprochenen Hierarchien. Diesen ganzen Komplex lässt man bei ERP-Implementierungen zu oft außen vor oder man bearbeitet ihn zu unstrukturiert. Wenn man dann damit konfrontiert wird, ist man im besten Fall unvorbereitet. Schlimmstenfalls ist man überfordert und nicht mehr Herr über das eigene Projekt.

 

Vielen Dank für den Input zur unseren ersten Teil die Kunst des Change-Managements“.

Der nächste Blogeintrag wird eine Fortführung des Interview sein und Ihnen die folgenden Fragen beantworten:
  • Können Motivationen und ungeschriebene Gesetze wirklich über Wohl und Wehe eines Projekts entscheiden?
  • Wie geht man erfolgreich bei einer ERP-Implementierung vor?
  • Wie kann man den Beteiligten einer ERP-Einführung klar machen, wie wichtig die Aspekte des Change-Managements sind?
  • Und auf welche Weise kann man den Change-Manager bei der ERP-Einführung unterstützen?

 

 

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema „Change Management“ haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf:

 

Tectura | Your Business. Our Insight.

 

Die Lösung kann ganz einfach sein!

 

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