„Aktuelle Technologien helfen, Defizite zu überwinden und Kosten überschaubar zu halten“ – Tecturas Qualitätsmanagement-Experte im Interview

22 Aug

Qualitätsmanagement und IT sind eng miteinander verbunden. Torsten Harnack, Tecturas Qualitätsmanagement-Experte, erläutert in diesem Interview die Vorteile einer in das ERPSystem integrierten Lösung.

Qualitätsmanagement kann ohne ein schlüssiges IT-Konzept dahinter kaum den gewünschten Erfolg bringen; ERP-Lösungen sind ohne ein dazugehöriges Qualitätsmanagementmodul unvollständig. Warum lohnt es sich für Unternehmen, auf integrierte Lösungen zu setzen?

Durch die Integration des Qualitätsmanagements ins ERP-System werden erhebliche Potenziale realisiert. In allen Geschäftsbereichen werden so der Aufwand und die Wirksamkeit von qualitätssichernden Maßnahmen sichtbar. Dies verbessert das Verständnis für die Zusammenhänge. Dafür gibt es im unternehmerischen Alltag zahlreiche Beispiele: Entscheidungen über Veränderungen können angesichts fundierter Erkenntnisse effizienter und mit höherem Nutzen für Kunden getroffen werden. Die umfassendere Überwachung von Vorgängen erleichtert die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Produkte. Die Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern verbessert sich angesichts akkurater und rechtzeitig verfügbarer Informationen.

Wie sieht das Thema der Integration von ERP-System und Qualitätsmanagement in der Praxis aus?

Im Dialog mit den Verantwortlichen von Laboren oder der Qualitätssicherung stelle ich fest, dass gerne auf eine tiefere Integration des Qualitätsmanagements in das ERP-System zugunsten eines unabhängigen Systems verzichtet wird. Das entscheidende Argument dabei ist, dass die Verantwortlichen fürchten, nicht mehr flexibel und individuell auf Veränderungen reagieren zu können.

Und wie sieht Ihre Antwort auf diese Bedenken aus?

Meine Erfahrung bei der Implementierung zeigt mir, wie wichtig es ist, dass die tatsächlichen Abläufe des Geschäftsbetriebs mit denen im ERP-System übereinstimmen. Eine Herausforderung, die mit zunehmender interdisziplinärer Vernetzung komplexer wird. Heutzutage sind die in der Industrie eingesetzten Informationssysteme vorwiegend hierarchisch organisiert und folgen vorherbestimmten Abläufen. Erhöht sich deren Komplexität, wird es zunehmend schwieriger, Veränderungen vorzunehmen. So wundert es nicht, dass in vielen Abteilungen ein erheblicher Teil der Informationen in Office-Anwendungen wie Microsoft Excel geführt wird. Aber aktuelle Technologien helfen, diese Defizite zu überwinden und gleichzeitig die Kosten überschaubar zu halten.

Microsoft bietet mit Microsoft Dynamics so eine moderne Plattform?

Ja, die neuesten Generationen von Microsoft Dynamics NAV und AX setzen auf eine Systemarchitektur und Technologie, die deutlich erweiterte Möglichkeiten zur nachhaltigen Kostensenkung bieten. Durch die weitreichende Konformität in Handhabung und Basistechnologie bieten Microsoft-Produkte zahlreiche übergreifende Leistungen, beispielsweise die OneNote-Integration in Microsoft Dynamics NAV 2013.

Können Sie weitere Beispiele für die Vorteile nennen, die sich aus einem in Microsoft Dynamics integrierten Qualitätsmanagement ergeben?

Da fallen mir zahlreiche Beispiele ein: Ein wichtiger Punkt in meinen Augen ist die Integration in die Microsoft-Office-Welt. Edit-In-Excel, das Bearbeiten und Zurückspielen von ERP-Daten in Excel, ist so eine Funktionalität. Ebenso einfach können Dynamics-Anwender auf Microsoft SharePoint-Funktionen zurückgreifen, um beispielsweise kundenspezifische Zertifikate im Extranet bereitzustellen.

Ein anderes Thema sind die zahlreichen Schnittstellen, die Microsoft Dynamics von Haus aus anbietet. Beispielsweise lassen sich Messgeräte aus der Qualitätsprüfung ohne Probleme über Web Services oder XML-Formate an das ERP-System anbinden.

Lassen Sie mich als letztes Beispiel die zahlreichen Möglichkeiten für Reporting und Auswertungen nennen, die Microsoft Dynamics in der Kombination mit SQL Server bietet.

Der Diplom-Kaufmann Torsten Harnack ist seit 2003 bei Tectura. Er verantwortet bei dem Microsoft-Gold-Partner mehrere Lösungen, unter anderem Tectura Prozessfertigung. Als
Branchenmanager für die Prozessindustrie wirkt er bei den branchenspezifischen Tätigkeiten des Unternehmens in Europa mit. Dazu gehören Vertrieb, Beratung, Service,
Produktentwicklung oder der Partner Channel. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind unter anderem Supply-Chain-Management-Prozesse in der Prozessindustrie.

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